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Griechische Mentalität
Um die Menschen zu beschreiben, die auf Kreta leben und arbeiten, nutzen
wir hier einige Beispiele unserer Erlebnisse auf der Insel. Die Chance
solche Erfahrungen auf ganz Griechenland zu machen ist unserer Meinung
nach hoch, da wir auch auf Rhodos sehr ähnliche Erfahrungen gemacht
haben.
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Wir haben uns Motorroller ausgeliehen, um die bergige Landschaft
auszukundschaften. Als wir auf einem Berg anhielten, um das wirklich
atemberaubende Panorama zu genießen, das sich uns bot, kam
ein Grieche uns entgegen. Es war ein ca. fünfzigjähriger
Mann, mit dunklem Teint. Er kam uns am Anfang etwas suspekt vor
in seiner Erscheinung. Wir dachten schon was widerfährt uns
jetzt? Beschwert er sich bei uns, dass wir mit den lauten Rollern
durch die Landschaft fahren - immer diese Touristen?
Aber nichts dergleichen passierte. Er sprach uns an, und zwar auf
griechisch! Der englischen Sprache war er nicht mächtig und
deutsch erst recht nicht. Doch er wollte sich einfach nur mit uns
unterhalten. Dies haben wir dann getan, mit "Händen und
Füßen". Er fragte uns, aus welchem Ort wir kommen,
und wie unser Hotel heißt. Nachdem wir uns einige Zeit mit
ihm unterhalten haben, wünschte er uns noch eine gute Reise
und zog weiter.
Er hatte wirklich nur vor sich mit uns zu unterhalten, von einer
Abneigung gegenüber Ausländern keine Spur! Da sollten
sich so andere Länder ruhig mal ein Beispiel dran nehmen!
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Später am Tag passierte mir(Michael) ein Unfall mit dem Motorroller,
bei dem ich mir eine Schürfwunde am Unterarm einhandelte. Sofort
kam eine alte griechische Frau aus ihrem Haus auf mich zu, die wild
gestikulierte. Sie wollte mir wohl mitteilen, wie leid es ihr tut,
und das ich doch besser aufpassen sollte. Dies alles wieder auf
griechisch! Doch das war noch nicht alles! Sie ging zurück
zu ihrem Haus und kam mit einer Flasche Desinfektionsmittel zurück.
Damit behandelte sie meine Wunde und betonte immer wieder wie leid
es ihr tat. Dies ist ein Beispiel, wie hilfsbereit und aufgeschlossen
die Griechen sind. Wir werden wohl diese alte Frau nie mehr vergessen!
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Wir waren wieder unterwegs von Georgioúpolis
zu unserem Lieblingsrestaurant auf dem Berg. (siehe auch unter Georgioúpolis)
Das Wetter wurde immer schlechter, je weiter wir nach oben gingen.
Als wir endlich angekommen waren, da stürmte es bereits sehr
heftig. Im Restaurant konnte man aber nur draußen sitzen,
doch dies war jetzt natürlich nicht mehr möglich. Also
wurden wir kurzerhand ins Haus der griechischen Restaurantbesitzer
eingeladen. Dort verbrachten wir einige Zeit, bis der Sturm sich
wieder gelegt hatte. In dieser Zeit haben wir uns auf Englisch (so
gut es ging) mit ihnen unterhalten. Sie hatten von ihrer Familie
und ihrem Leben auf der Insel erzählt. Aufgrund dieser Gastfreundschaft,
verging die Zeit des Wartens wie im Fluge.
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